Geschichte des Wäschewaschens
Waschwasser

Soda als Enthärtungsmittel

Ohne Wasser ist die Reinigung der Wäsche nicht möglich. Es dient als Lösungs- und Transportmittel für das Waschmittel. Das Ablösen und Fortschwemmen des Schmutzes geschieht durch das Wasser. Es überträgt auch die Wärmeenergie auf das Waschgut, wodurch sich erst so manche Verunreinigung auflöst. Beim Schwemmen werden die Waschmittelrückstände durch das Wasser aus dem Gewebe entfernt. Doch nicht immer stand es in der geeigneten Qualität bzw. in der benötigten Menge zur Verfügung.

„Wir Wiener Wäschermädel würden weiße Wäsche waschen, wenn wir wüssten, wo weiches Wasser wäre“. Dieser alte Spruch zeigt die Wichtigkeit von weichem Wasser für das Wäschewaschen in früher Zeit auf. Der „Kalk“ im harten Wasser bindet nämlich die Seife beim Waschen, die in den Gewebefasern bleibt, das Gewebe brüchig macht und die Waschwirkung verringert. Beim Bügeln kann diese zu häßlichen Flecken zerfließen und im Kleiderschrank einen muffigen Geruch hervorrufen.
In den heutigen modernen Waschmaschinen führt zu hartes Wasser bekanntlich bei einer Erhitzung auf über 60 Grad zur Verkalkung von Heizstäben und somit zu einem höheren Energieverbrauch bei der Heißwasserbereitung bzw. zur Totalverkrustung von Rohrleitungen. Spezielle Zusätze in den Waschmitteln helfen dies zu verringern. Eigentlich sind im harten Wasser nicht nur Kalk, sondern je nach Bodenbeschaffenheit die verschiedensten Mineralien gelöst. Beim Erhitzen scheiden sich dabei einige, vor allem Kalk ab, andere bleiben aber im Wasser gelöst. Die Wasserhärte ist abhängig vom Gehalt an Calcium- ("Kalk") und Magnesiumverbindungen. Je höher dieser Gehalt, desto härter das Wasser. Wenn in 100 Liter Wasser ein Gramm Calciumoxyd (CaO) enthalten ist, entspricht das 1° dH ("deutscher Härte").

Das Wasser wurde früher mit „Soda“ enthärtet. Um dies nicht machen zu müssen, verwendete man Regen – oder Flusswasser. Deshalb wusch man zu Urgroßmutters Zeiten oftmals an Bächen- und Flüssen, um sich die Kosten und Mühen der Wasseraufbereitung oder das Auffangen des Regenwassers zu ersparen.

 

Wasserbeschaffung