Geschichte des Wäschewaschens
händisch betriebene Trommel-Waschmaschinen

Titania-Trommelwaschmaschine

Dies war eine der ersten metallenen Trommelmaschinen in unserer Region. Sie wurde in Wels in der größten Waschmaschinenfabrik der österr.- ungarischen Monarchie gebaut. Man brauchte keinen Kessel oder kein Häfen mehr. Der Unterteil der Maschine war der Waschkessel, in dem die Trommel mit der Wäsche eingesetzt war. Oben drauf kam ein Deckel, dass nicht gar so viel Dampf in die Wohnung entwich. Wenn die Seifenlauge kochte, drehte man die Kurbel abwechselnd nach links und nach rechts, solange bis die Wäsche sauber war. 

In der Trommel waren schon Erhöhungen (=Mitnehmerrippen) wie in den Trommeln der heutigen modernen Waschmaschinen. Durch diese wurde die Wäsche beim Drehen in der Trommel nach oben transportiert. Von oben fiel sie dann wieder fast senkrecht in die Lauge, wobei sie gestaucht wurde. Das bewirkte, dass die Lauge mit dem Schmutz aus dem Gewebe gepresst wurde. Wenn dieser Vorgang oft genug wiederholt wurde, dann erhielt man ganz gute Waschergebnisse.

Noch älter dürfte die Trommelwaschmaschine aus Holz sein. Dieses in unserem Museum ausgestellte Gerät wurde in unserer Region (St. Oswald bei Freistadt) erzeugt. Die hölzerne Trommel ist auch schon mit zwei Mitnehmerrippen, die ebenfalls aus Holz sind, versehen.

Bei der metallenen Trommelwaschmaschine mit einer Kupfertrommel ermöglicht eine besondere Aufhängevorrichtung, dass sich die Trommel in alle Richtungen drehen konnte. Solche Maschinen wurden sehr selten gebaut, weil man erkannte, dass eine Links- und Rechtsdrehung vollkommen ausreichte.