Geschichte des Wäschewaschens
Schallwaschgerät

Im Schallwaschgerät wird eine Membran mit Hilfe eines Elektromagneten ähnlich wie bei einem Lautsprecher in Schwingung versetzt. Die erzeugten Schallwellen bewirkten, dass die Waschlauge das Gewebe durchpulste. Deshalb wurde dieser praktische Apparat auch unter dem Namen "Pulsette" verkauft. Bei diesem Vorgang lag die Wäsche ganz ruhig im Behälter und ein ganz leiser Brummton war zu hören. Die pulsierende Lauge löste in den Wäschestücken den Schmutz und schwemmte ihn dabei heraus.

Von manchen Frauen wurde das Gerät nicht auf den Bottich geschraubt oder draufgelegt, sondern wie ein Mixer in der Hand gehalten. Dabei wurden die Schallvibrationen auf den Körper übertragen. Es kam das Gerücht auf, dass so bei Hochschwangeren Fehlgeburten ausgelöst werden können. Das und der mit der Zeit günstigere Preis der angebotenen Waschmaschinen führten dazu, dass solche Geräte nicht mehr erzeugt wurden.

"Wasche froh mit Schall"
pries 1930 die Firma Bosch ihren Schallwäscher an.

"Der Schallwäscher ist ein leichtes und leicht zu handhabendes Gerät, das an eine Schukosteckdose angeschlossen wird und in jeden Waschkessel, in jede Waschwanne mitten in die Wäsche eingesetzt werden kann. Er schüttelt, unterstützt durch Wärme und gute Waschmittel, durch Schallwellen den Schmutz gewissermaßen aus der Wäsche heraus, ohne dass die Wäsche selbst bewegt wird, und kann selbstverständlich auch für den Spülvorgang benutzt werden. Sein Stromverbrauch ist gering. Durch seine Handlichkeit ist er für kleine Räume (Küche oder Bad) sehr praktisch. Da der Schallwäscher billiger als Waschmaschinen ist, dürfte er gerade für sparsame Haushalte eine sehr willkommene, die Kraft der Hausfrau schonendes Hilfsmittel sein"

aus Gertraud Oheim, Das praktische Haushaltsbuch, C.Bertelsmann Verlag, 1954

Etwas nachteilig war es, dass es beim Einsatz dieses Gerätes zu keiner Bewegung der Wäsche kam.

Beim Kelomat-Washer wird ebenfalls mit Schall gewaschen. Er wird mit einem Schlauch beim Ventil eines Kelomat-Kochtopfes angeschlossen. Durch diesen strömt der im Kochtopf erzeugte Dampf und setzt die Membrane des Washers in energiereiche Schwingungen. Diese bewirken das intensive Durchdringen der Wäsche mit der Waschlauge, wodurch die Schmutzteile aus dem Gewebe gelöst werden.

Heute gibt es wieder ernsthafte Versuche, die Technik des Waschens mit Schallwellen in modernen Waschvollautomaten anzuwenden. Hier ein Verweis auf eine interessante Internetseite zu diesem Thema: http://www.s-line.de/homepages/keppler/ultraschall.htm