Geschichte des Wäschewaschens

Pflanzliche Reinigungsmittel

Seifenkraut

Seifenkraut:
Dessen schäumenden Wurzelaufguss verwendete man im Orient schon im 10. Jahrhundert zum Reinigen von Kleidern und Teppichen. In Deutschland war dies noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein gebräuchliches Reinigungsmittel, besonders zur Beseitigung von Fettflecken in der Wäsche.

Rosskastanie:
Ein Sud aus dem mehlartigen Inneren der Rosskastanie leistete dieselben Dienste und war früher ein ebenso bekanntes Fleckentfernungsmittel.

Waschnuss:
Den Waschnussbaum findet man in ganz Indien. Nach der Ernte werden die Waschnüsse geknackt. Die Schalen werden sorgfältig getrocknet. Der schwarze Kern ist weder für den Verzehr noch zum Waschen geeignet und wird entfernt. Die Schalen hingegen enthalten den Stoff Saponin, der ähnlich wie Seife wirkt. Sobald sie mit Wasser in Berührung kommen, geben sie eine seifige Lauge ab. Das Saponin löst Verschmutzungen und Flecken aus Kleidern. Obwohl es das sehr effektiv macht, ist es trotzdem so mild, dass es mit den Farben und Fasern der Kleidung äußerst schonend umgeht. Von diesem heute von manchen Personen verwendeten Alternativwaschmittel füllt man pro Waschgang 5-7 Stück halbe Schalen in ein Baumwollsäckchen, das zugebunden und zwischen die Wäsche in die Waschtrommel gegeben wird.