Geschichte des Wäschewaschens
Natur-Waschmaschine

Wahrscheinlich schon im Mittelalter nutzte man die natürliche Energie des Wassers für diese Art des Wäschewaschens. In der Nähe eines Baches hob man eine etwa einen Meter tiefe Grube aus, von der eine Abflussrinne wieder zum Bach führte. In diese Grube gab man einen massiven hölzernen Bottich, der sich nach oben hin verbreiterte und einen Überlauf für das Wasser hatte. In einer Rinne leitete man das Bachwasser so in das Fass, dass es an einer Seite auf der Bottichinnenwand auftraf. Dadurch strömte das Wasser an der Innenwand kreisförmig entlang. Die Wäsche, die vor dem Öffnen des Wasserzuflusses in das Fass gelegt worden war, wurde nun in diesem kreisförmigen Wasserwirbel bewegt und so recht und schlecht gewaschen. Wenn man glaubte, dass die Wäschestücke genügend herumgewirbelt worden waren, verschloss man den Wasserzufluss und gab die Wäsche zur weiteren Bearbeitung, die sicherlich noch notwendig war,  aus dem Wasser.
Solche Natur-Waschmaschinen sind bis heute an Gebirgshängen am Balkan zu sehen.