Geschichte des Wäschewaschens
Aschenlauge

Schaff mit aufgesetztem Sechtelkorb

Bis zu Anfang dieses Jahrhunderts verwendete man in Österreich ein uraltes Mittel zur Wäschereinigung, die Aschenlauge. Besonders gut geeignet war die Buchenholzasche. Es wurde jedoch auch die Asche von Eichen, Birken, Maulbeerbäumen oder aber von Rebholz, Stroh und Farnen benutzt.
      Die Lauge, die entsteht, wenn Holzasche mit heißem Wasser übergossen wird, hat alkalische Eigenschaften, die dann bewirken, dass sich der Schmutz in der Wäsche löst.
Früher streuten die Frauen die Asche direkt auf die Wäsche, die sie schichtweise in einen hölzernen Bottich legten und mit heißem Wasser übergossen.
      Eine andere Möglichkeit war, die Asche in ein Leinensäckchen zu füllen, das man auf die Wäsche legte. Mancherorts stand auf einem Holzschaff der Sechtelkorb, in welchen ein Leintuch gebreitet wurde. In dieses Tuch wurde die Holzasche geschüttet. Mit Hilfe eines Sechterls (=hölzerner Kübel) wurde die Holzasche mit heißem Wasser übergossen. In dieser Lauge weichte man nun die Wäsche über Nacht ein.